Kinder profitieren genau wie Erwachsene von den gesundheitlichen Vorteilen eines Saunagangs, sofern einige wichtige Grundregeln und Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Während in skandinavischen Ländern bereits Kleinkinder ganz selbstverständlich mit der Familie schwitzen, sind viele Eltern hierzulande unsicher, ab wann der Nachwuchs mit in die Wärme darf. Die intensive Hitze trainiert das Immunsystem der Kleinen und kann dabei helfen, Atemwegserkrankungen vorzubeugen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie das Saunieren für Ihre Kleinsten sicher, angenehm und altersgerecht gestalten.
Ab welchem Alter dürfen Kinder in die Sauna?
Grundsätzlich können Kinder ab einem Alter von etwa drei Jahren problemlos mit in die Sauna genommen werden. Ab diesem Lebensalter können sie sich meist schon gut ausdrücken und mitteilen, wenn es ihnen zu warm wird oder sie sich unwohl fühlen.
Einige Kinderärzte befürworten das Saunieren sogar schon ab dem Säuglingsalter (nach der U4-Untersuchung), allerdings sollte hier die Verweildauer extrem kurz sein und die Temperatur deutlich niedriger ausfallen. Wichtig ist immer, dass das Kind gesund ist und keine akuten Infekte oder Fieber hat.
Die wichtigsten Regeln für das Saunieren mit Kleinen
Damit der Saunagang für die ganze Familie zu einem entspannten Erlebnis wird, sollten Sie die Hitzeintensität anpassen:
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Niedrigere Temperaturen wählen: Setzen Sie sich mit den Kleinen bevorzugt auf die unterste oder mittlere Bankreihe bei etwa 60 °C bis 70 °C.
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Kurze Schwitzphasen: Für den Anfang reichen 3 bis maximal 6 Minuten völlig aus.
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Kein Zwang: Der Saunagang muss spielerisch bleiben – wenn das Kind die Sauna verlassen möchte, sollte dem Wunsch sofort nachgegangen werden.
Wie Kinder sanft abgekühlt werden sollten
Die Abkühlung nach dem Schwitzbad ist für Kinder ein entscheidender Schritt, muss jedoch wesentlich sanfter ablaufen als bei Erwachsenen. Der berüchtigte Sprung ins eiskalte Tauchbecken oder der Eisguss ist für den kindlichen Kreislauf viel zu belastend.
Lassen Sie das Kind nach dem Saunagang zunächst an der frischen Luft abkühlen und nutzen Sie anschließend lauwarmes Wasser zum Abbrausen. Das reicht vollkommen aus, um den Reiz zu setzen, ohne das Herz-Kreislauf-System zu überfordern.
Ausreichend Flüssigkeit und Ruhephasen einplanen
Da der Körper von Kleinen schneller überhitzt und mehr Flüssigkeit verliert, ist das Trinken vor und nach der Sauna besonders wichtig. Reichen Sie am besten stilles Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte.
Im Anschluss gehört eine ausgiebige Ruhephase dazu. Kuscheln Sie sich gemeinsam in Bademäntel ein und lesen Sie ein Buch – so wird der Wellness-Tag auch für die Kleinen zu einem rundum gemütlichen Ritual.
Fazit: Mit der richtigen Vorbereitung ein Gewinn für die Familie
Wenn Kinder behutsam an die Sauna herangeführt werden, stärkt das nicht nur ihre Abwehrkräfte, sondern sorgt auch für wertvolle Familienzeit. Mit moderaten Temperaturen, kurzen Zeiten und viel Trinken steht dem gemeinsamen Schwitzbad im eigenen Garten nichts im Wege.